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Naturaqua: Planung, Beratung und Kommunikation

Eigenverantwortung, Mitbestimmung und eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben stehen bei Naturaqua im Zentrum. Die Mitarbeitenden arbeiten alle Teilzeit, ausserberufliches Engagement ist ausdrücklich erwünscht. Zusammenhalt schafft der „Bürotag“ jeden Dienstag, an dem alle anwesend sind. Zusammenhalt ergibt sich auch aus den flexiblen Projektteams, die je nach Auftrag anders zusammengesetzt sind. Gegenseitige Vertretungen gehören dabei zum normalen Arbeitsalltag. So ist auch immer jemand für die Kundschaft da. In diesem Arbeitsklima müssen sich Mütter mit Betreuungspflichten nicht als Aussenseiterinnen fühlen, denn alle suchen sich neben der Arbeit andere Betätigungen, sei es in der Familie, in der Politik, als Buchautorin oder im Sport. Weil alle so arbeiten, gibt es für junge Mütter und Väter Vorbilder. Sie sind nicht die einzigen, die manchmal abwesend sind. So fasst das Geschäftsleitungsmitglied Leslie Bonnard, selber Mutter von drei Kindern, das Erfolgsrezept ihrer Firma zusammen.

Dieses Arbeitsmodell komme auch bei jüngeren Fachkräften sehr gut an, so Bonnard. Es möge einzelne geben, welche eine steile Karriere als grosses Ziel im Kopf haben und die vielleicht nicht die Richtigen für diese Form der Arbeit seien. Aber es gebe genügend sehr gute Leute, die so arbeiten möchten. Früher kam dieses Modell bei jungen Männern weniger gut an als bei Frauen. Heute ist es sehr ausgeglichen, Teilzeitarbeit wird auch von Männern vermehrt angestrebt.

Eine kleine Firma mit grossem Netzwerk

Aus Unternehmenssicht hat sich das Modell bewährt, auch wenn es rein finanziell betrachtet etwas teurer ist als ein Vollzeitarbeitsmodell. Bei Naturaqua wurden diese Szenarien durchgerechnet. Wenn sechs Leute zu 100% arbeiten würden, wäre das günstiger, als wenn zehn Leute zu 60% tätig sind: Unter anderem würde zum Beispiel die Büroinfrastruktur besser genutzt. „Doch“, so Leslie Bonnard, „uns ist es das wert, auch wenn dadurch unsere Löhne halt vielleicht etwas tiefer liegen, als in einem vergleichbaren ‚klassischen‘ Betrieb.“

Bei Naturaqua sind auch immaterielle Werte wichtig. Die Interessen, denen die Angestellten ausserhalb der Firma nachgehen, haben der Firma immer wieder sehr viel gebracht, sei es mit zusätzlicher Lebenserfahrung, welche die Mitarbeitenden mitbringen oder sei es mit einem Netzwerk, das die eher kleine Firma sonst nicht hätte. Leute mit ausserberuflichen Interessen zeigen sich auch innerhalb der Firma sehr engagiert, denn das ausserberufliche Engagement überträgt sich auf die Firma. Man bringt Ideen und andere Sichtweisen in die Arbeit ein. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle flexibel sind, ohne dabei ständig am Limit zu laufen. Dank der Jahresarbeitszeit können Spitzen in der Projektarbeit flexibel aufgefangen werden. Die Flexibilität stösst jedoch an Grenzen, wenn jemand eine zusätzliche Teilzeit-Stelle hat. Anders als bei Familienpflichten, wo meistens eine Betreuung organisiert werden kann, um beispielsweise an einem wichtigen Termin teilnehmen zu können, ist das bei einem zusätzlichen Arbeitspensum weniger gut möglich.

Leslie Bonnard räumt ein, dass das Modell auch einige Nachteile mit sich bringt. Für einzelne Mitarbeitende können sich das grosse Engagement und die überdurchschnittliche Selbstverantwortung ins Gegenteil verkehren, wenn sie sich nicht mehr genügend abgrenzen können.  Bemerkt die Personalverantwortliche, dass beispielsweise E-Mails öfters spät nachts abgeschickt werden, spricht sie die Mitarbeitenden darauf an.

Kunden sind zufrieden

Die Rückmeldungen von langjährigen Kunden scheinen der Selbsteinschätzung von Naturaqua Recht zu geben. Die Kompetenzen der Mitarbeitenden werden gelobt. Neben der Fachkompetenz schätzen sie das Engagement und die vielfältigen Lebenserfahrungen, welche die Mitarbeitenden in die Projekte einbringen.

Leslie Bonnard


Leslie Bonnard

Steckbrief Naturaqua

  • Standort: Bern

  • Gründung: Firma besteht seit 1984. Seit 2000 in Form einer  AG. Die Firma wird von den Mitarbeitenden getragen, alle verfügen über dieselben Mitspracherechte.

  • Tätigkeit: Dienstleistungen in den Bereichen Landschaftsplanung, Ökologie, Gewässer und Kommunikation.

  • Führung: Geschäftsleitung bestehend aus zwei Männern und einer Frau

  • Mitarbeitende: 12, davon 6 Frauen